Was ist eigentlich Schönheit? – Ein Weg zur Vollkommenheit

Die Frage ist mir im Buch eines Geigenbauers begegnet. Ein praktisches und gleichzeitig philosophisches Buch.

Er beschreibt es am Beispiel des Holzes, das er für den Geigenbau benutzt.

Was meinst du? Ist das beste Geigenbauholz glatt und fehlerlos? Die Maserung ebenmäßig und frei von Ästen? Muss die Geige perfekt in Form und Maßen sein, um gut zu klingen?

Nein, die hohe Kunst besteht darin, mit dem Holz, seinem Faserverlauf und seinen scheinbaren Unvollkommenheiten zu arbeiten, anstatt es einer Schablone der Perfektion zu unterwerfen. Erst dann entsteht Vollkommenheit.

Vielleicht hat der Geigenbauer im Buch es nicht ganz so gesagt, aber das ist bei mir hängengeblieben.

Was für eine Weisheit!

Streben wir Menschen nicht auch oft nach Perfektion? Nach einer Schablone, von der wir denken, dass man ja so sein müsste, um gut, schön, erfolgreich und angenommen zu sein? Versuchen wir nicht auch, unsere Unvollkommenheiten auszubügeln, und wenn das nicht funktioniert, zu verdrängen?

Was wäre, wenn wir die Schönheit in unseren Unvollkommenheiten wahrnehmen könnten?

Wenn wir mit ihnen arbeiten könnten statt gegen sie?

Wenn wir unsere Astlöcher und krummen Faserverläufe lieben lernen könnten, und sie ebenso als unser ganz Eigenes sehen könnten.

Das, was uns ausmacht, was wir vielleicht mitbekommen haben, was gewachsen ist?

Wir sind eben keine Schablonen – und das ist gut so.

Haderst auch du manchmal mit deinen Astlöchern und krummen Faserverläufen?

Das ist ganz in Ordnung – und gehört vielleicht auch zum Leben dazu.

Doch solange wir es immer wieder schaffen, uns mit Haut und Haar anzunehmen und die Schönheit in unserer Unvollkommenheit wahrzunehmen, sind wir unserer Vollkommenheit schon ganz schön nah. Auch – und gerade – ohne Perfektion.

Manches, mit dem wir hadern, ist über Generationen gewachsen, und wir haben es als unseres angenommen. Und wenn es etwas ist, das uns nicht gut tut, ist es auch sinnvoll, wohlwollend damit umzugehen, und beim Bau unserer Lebensgeige an und mit diesen Unebenheiten zu arbeiten.

Auch hier geht es primär nicht darum, etwas loszuwerden oder umzubiegen, sondern darum, erstmal liebevoll hinzuschauen und zu sortieren. Fremdes oder Übernommenes zurückzugeben, Eigenes anzunehmen. Die gute Absicht im „Schlechten“ erkennen.

Dafür gibt es viele Möglichkeiten

Bei Familienthemen, zum Beispiel, bringt oft eine Familienaufstellung – allein oder in der Gruppe – Klarheit, Verstehen und Lösung.

Wenn es um Themen geht, die erstmal nur dich angehen und beschäftigen, kann dir eine Horoskopaufstellung – besser noch, ein Fünfer-Päckchen – tiefgreifende Erkenntnisse über dich selbst bringen. Das schönste Geschenk, das du dir damit machst, ist vor allem eine tiefe Selbstannahme. Das Wahrnehmen deiner eigenen Schönheit mit allen scheinbaren Unvollkommenheiten, die sich allermeistens als verkleidete Gaben und Geschenke entpuppen.

Lies hier, was Menschen schreiben, die den Schritt in ihr Horoskop gewagt haben und lass dich inspirieren.

Wenn du mehr wissen möchtest, melde dich gerne zu einem Vor- oder Kennenlerngespräch.

Und wenn du mich besser kennenlernen möchtest, kannst du hier meinen Werdegang und meine Philosophie nachlesen.

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